Radfahren und Klettern. Leidenschaften im Übersetzerleben.

Fährt man die Autobahn von Rosenheim in Richtung Inntal, kann man seit einigen Monaten zwei neue Werbeplakate sehen. Ganz im schlichten, eleganten Stil des Tiroler Marketings bewerben sie zwei Sportevents von weltweiter Tragweite:: Im September 2018 finden in Innsbruck die Kletter-Weltmeisterschaften und die Straßenrad-Weltmeisterschaften statt.

Ich kann nur schwer der Versuchung widerstehen, mir zusätzlich einen Monat Urlaub zu gönnen. Und nicht nur deshalb, weil der Radsport und das Klettern zu meinen großen Leidenschaften gehören, sondern weil ich gerade in Innsbruck die Liebe zu diesen Sportarten entdeckt habe.

Meine Dolomiten lagen mir natürlich schon immer sehr am Herzen, trotzdem begann ich erst in Tirol, die Berge nicht nur von der naturlandschaftlichen Seite zu bewundern, sondern dort auch richtig Sport zu treiben. Andererseits macht in Tirol einfach jeder Sport in den Bergen. Gleich, ob es das Wandern, Klettern, Mountainbiken, Skitouren gehen oder Rodeln ist, alle diese Aktivitäten, die andernorts nur für den Urlaub oder das Wochenende gedacht sind, gelten in Tirol als eine ganz normale Freizeitbeschäftigung, die man nach Feierabend oder samstags mit der Familie praktiziert. In Innsbruck tragen die Leute keine Wintermäntel und Stiefel, sondern Funktionsjacken und Approachschuhe. In Innsbruck hat man die Möglichkeit, nach Büroschluss und noch vor dem Abendessen mal schnell 500 Höhenmeter zu radeln. In Innsbruck trifft man auf den Gehsteigen mitten im Zentrum Jugendliche, die ihr Snowboard auf der Schulter tragen. An so einem Ort blieb mir einfach keine andere Wahl: ich musste mit dem Bergsport beginnen.

Damals, mit drei Klettersportlern als Mitbewohner, war es für mich auch nicht schwierig, mir die Grundkenntnisse des Sportkletterns anzueignen. Erstens: einen perfekten Achterknoten binden. Zweitens: optimal sichern (ohne Gri-Gri, sonst wäre es zu einfach). Drittens: sich beim Abseilen nicht am Seil festklammern (um nicht gleich als Schwachkopf dazustehen). Der Rest – um zwei Nummern zu kleine Kletterschuhe, Klettergurt, Magnesiabeutel und ein Monatsabo für die Kletterhalle – kam von selbst. Und dann die Erfahrung als Vorsteigerin und die Befriedigung, einen 6. Grad geschafft zu haben. Und in der Wand das einzigartige Gefühl, den rauen Fels unter den Fingern zu spüren.

Und das Fahrrad? Auch für diesen Sport spielte Innsbruck eine entscheidende Rolle. Beziehungsweise war es der steile Hang, den ich jeden Tag mindestens einmal mit dem Rad hochfahren musste, um nach Hause zu kommen. Zu Beginn schimpfte ich ganz schön, dann kam ich aber auf den Geschmack und begann meine ersten Ausfahrten bis hinauf zur Hungerburg. Es folgte mein gefedertes Mountainbike mit Scheibenbremsen für die vielen Strecken, die von Alm zu Alm führten, aber auch für viele Radreisen in den Alpen und auf den kroatischen Inseln. Nach meiner Übersiedlung nach Hannover stieg ich letztendlich auf meine getreue Gefährtin für die hiesigen Asphaltstrecken um: das Rennrad.

Es ist also kein Wunder, dass das Klettern und der Radsport auch zwei meiner Fachgebiete als Übersetzerin für Deutsch-Italienisch geworden sind. Wie für jeden anderen Beruf gehen auch beim Übersetzen Fachkenntnis und Leidenschaft Hand in Hand.

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